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Im EisBär SCADA Client (nicht in der App / WebApp) ist eine automatische Master-/Slave-Umschaltung integriert. Über diese Funktion ist ein redundanter Betrieb mit zwei oder mehreren EisBär Servern möglich. Dies wird auch als "heiße Redundanz" oder "Hot-Spare" bezeichnet. Hierfür ist für jeden Server eine Lizenz erforderlich.
Funktionsweise:
Der EisBär Client schaltet beim Ausfall des EisBär Master-Servers auf den nächsten Slave-Server um. Beim Ausfall des zweiten Servers auf den dritten usw.. Nach dem Umschalten auf einen Slave-Server wird ständig geprüft ob der EisBär Master-Server wieder verfügbar ist. Ist dies der Fall schaltet der Client automatisch auf den Master-Server zurück. Die Prüfung des Master-Servers geschieht über die Abfrage des Ping-Ports. Standardmäßig ist der Port 8003 eingestellt. Der Ping auf den Port muss im Netzwerk freigegeben sein. Dieser wird bereits für den Zugriff der Smart-Clients (Apps) verwendet. Bei Änderung des Smart-Client Ports in der Server Konfigurationskonsole ist der Port anzupassen.
Auf der Serverseite sind keine Konfigurationsänderungen notwendig. Alle notwendigen Einstellungen werden im Client im "Eisbär Server Verbindungen"-Fenster vorgenommen. Dieses wird im Client über Datei - Öffnen aufgerufen (Alt-O).

Nach der Serversuche oder dem manuellen hinzufügen der Server werden diese aufgelistet. In der Spalte "Server Type" wird festgelegt welcher Server der Master-Server ist. Dieser Server wird als erstes angesprochen. Bei diesem Server muss auch der Autostart aktiviert werden. Alle Server die als Redundanz-Server für den Master-Server verwendet werden sollen, müssen auf "Server Type" Slave eingestellt werden. Es kann mehrere Slave-Server geben.
Beim Start des Clients muss der Master-Server laufen. Es wird nicht automatisch auf einen Slave-Server umgeschaltet.
Es muss sichergestellt sein, dass die Projektstände auf beiden Servern gleich sind. Dies kann z.B. über "Projekt uploaden" im Editor geschehen. Es gibt keine automatische Synchronisierung der Projektdaten zwischen Servern.
In den meisten Fällen können 2 Server parallel in einer Anlage betrieben werden. Wenn dies nicht funktioniert gibt es Möglichkeiten Treiber und Kommunikation auf dem jeweiligen Server zu aktivieren bzw. zu deaktivieren.
Beispiel:
Die KNX-Treiberkomponente besitzt die Eigenschaft und den Datenpunkt "Senden aktiv", um Slave-Server nur hören zu lassen. Im Projekt des Slave-Servers deaktiviert man dazu die Eigenschaft "Senden aktiv" standardmäßig. Fällt der Master-Server aus bemerkt dies der Slave-Server durch den Ausfall eines Heartbeats welcher mit einer Sequenz im Master-Server gesendet wird. Der Slave-Server muss dann über den Datenpunkt "Senden aktiv" das senden seiner KNX-Verbindung aktivieren. Der Slave-Server sendet somit nicht gleichzeitig mit dem Master-Server Befehle auf den KNX-Bus, was bei Zeitprogrammen, Logiken, usw. zu mehrfach gesendeten Telegrammen führen würde.
Über die Auswertung eines Heartbeats ist es ebenfalls möglich z.B. Alarmmeldungen abzusetzen wenn ein Server ausfällt.
Hinweis: Die Umschaltzeit eines Clients zwischen Master-Server und Slave-Server beträgt bis zu 2 Minuten. In dieser Zeit ist eine Bedienung nicht möglich.